CVJM Esslingen

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Jugendarbeit als "Plus" in der Bewerbung

Teampädagogik in der Gruppe

Warum Jugendarbeit junge Menschen für Beruf und Privatleben qualifiziert

Ein Freund von mir ist Manager in einer großen Firma die Industrieroboter herstellt. Während einer Jugendveranstaltung standen wir am Rand und er erklärte mir die Unterscheidung von "hard skills" und "soft skills". Ersteres sind die klaren fachlichen Kompetenzen, das Zweite stellt die Kompetenzen  dar, die man meist nicht in Schule oder Ausbildung lernt. (So z.B. Umgangsformen, Freundlichkeit, Motivation, Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, Mut zur Initiative, Konfliktfähigkeit und einige mehr) Diese "soft skills", die man vielleicht auch mit dem Wort soziale Kompetenzen übersetzen darf, sind in der Wirtschaft sehr gefragt. Nicht nur für werdende Manager, sondern mittlerweile fast durch alle Berufsgruppen hindurch.

Dieses Gespräch hat mich noch lange beschäftigt. Denn diese Kompetenzen entstehen in der Jugendarbeit des CVJM praktisch selbstverständlich nebenher. In der Gemeinschaft, dem Heranführen an Verantwortung und der Auseinandersetzung mit sich selbst und Gott. Vor Allem wenn sich Jugendliche entscheiden selber ehrenamtlich tätig zu werden, erwerben sie ein großes Maß der oben genannten Kompetenzen. Und das merken sie auch selber.

Wenn sich zum Beispiel ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des CVJM Esslingen auf eine Stelle bewirbt, stellen wir ihm eine Art Zeugnis aus, an welchen Stellen er mitarbeitet, welche Kurse er gemacht hat und was seine speziellen Qualifikationen für diese Arbeit sind. Schon mancher Mitarbeiter hat dieses Dokument bei Anstellungsgesprächen geradezu als Türöffner wahr genommen.

Schulische Bildung ist gerade um ein vielfaches zeitintensiver geworden. Mehr Schulzeit, manchmal auch mehr Lernzeit und mehr Zeit für Hausaufgaben. Die Ausbildungssituation macht den Druck auf gute Noten größer als er z.B. vor 15 Jahren war. Da scheint es oft keine Zeit mehr zu geben für andere Aktivitäten. Aber genau hier würde man sich ins eigene Fleisch schneiden. Soziale Kompetenzen lassen sich nur sehr begrenzt in der Schule lernen. Hier lohnen sich die Teilnahme in einer Jugendgruppe und/oder das ehrenamtliche Engagement im CVJM auf jeden Fall. Und es macht auch noch Spaß.

Philip Obrigewitsch

Weiterführende Links:

Kommentar des CVJM Deutschland zu Bildung